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Ab Dienstag, 24. Oktober: Im Rathaus Winnenden

Irene Müller stellt aus: „Superwildvision“

Allein auf weiter Flur, Superwildvision Schwarzwald, Acryl auf Leinwand, 136 x 70 cm, Irene Müller 2013. Foto: Irene Müller

Winnenden. Mit einem Wildschwein fing es an, genauer: mit Hunderten von Fotos, die ein Jäger mit einer Wildkamera im Würmtal im Schwarzwald aufgenommen hatte. Irene Müller ließ sich davon zu einem großformatigen Gemälde anregen, dem „Platzhirschschwein“.

Jetzt stellt Irene Müller im Rathaus Winnenden aus. Eröffnet wird ihre Ausstellung „Superwildvision“ am Dienstag, 24. Oktober, 19 Uhr. Zu den Arbeiten spricht Irene Ferchl.

Das Arbeitsprinzip, die Reaktion von Wildtieren auf ein Kunstwerk filmisch zu dokumentieren und sich von den in freier Natur entstandenen Videos inspirieren zu lassen, hat Irene Müller an anderen Orten wiederholt: vor der Ateliertür im Stuttgarter Süden im Herbst 2014 und in den Zillertaler Alpen seit Sommer 2015 (Superwildvision Stuttgart-Süd und Alpen).

Die Farbigkeit und der Witz der Gemälde begeistern das Publikum in den Ausstellungen ebenso wie die ungewollte Situationskomik des Wildtierverhaltens in den Videos. Doch hinter dem Amüsement steht eine durchaus ernstgemeinte künstlerisch-wissenschaftliche Forschung, Erforschung unseres Umgangs mit den Lebewesen in der Natur. Auch der Gedanke, wie mit der Überwachung umzugehen ist, liegt nahe und darf diskutiert werden: Die vor einem Vierteljahrhundert erfundene und inzwischen aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenkende Webcam sowie Überwachungskameras wurden zur Grundlage von Irenes Müllers künstlerischer Arbeit. Die malerische Umsetzung zufällig gefundenen oder provozierten, digitalen Bildmaterials führt zudem zu einer kontextuellen Auseinandersetzung an der Schnittstelle von Fotografie und Malerei.

Irene Müller

Irene Müller, geboren 1962 in Ulm, studierte zunächst Jura, dann Malerei und Visuelle Kommunikation in Stuttgart und Augsburg. Bei ihren mehrmaligen Aufenthalten in Vietnam, Indien und Kalifornien zwischen 1995 und 2007 entstanden Gemälde-Serien nach zufällig gefundenen anonymen Porträtfotografien und von Promenaden. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart. Unter dem Namen Müller & Sohn entstand das Projekt „Wege - Alpen“, das 2016 im Kunstverein Ludwigsburg und 2017 bei der Donaueschinger Regionale zu sehen war. Im Herbst 2017 war Irene Müller an der Gruppenausstellung „Präsenz, Kritik, Utopie“ des Württembergischen Kunstvereins in Stuttgart beteiligt.

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